Leitfaden zum Erzählen von Zero-Waste-Lifestyle-Geschichten
Die Dramaturgie einer Zero-Waste-Erzählung
Heldin, Hindernis, Wandel
Führe eine greifbare Hauptfigur ein, etwa jemanden mit stets überquellender Restmülltonne. Zeige reale Hindernisse wie Zeitdruck, Gewohnheiten und Unsicherheit. Der erzählerische Wandel entsteht durch kleine, wiederholte Entscheidungen, nicht durch perfekte Heldentaten.
Konflikt ohne Beschämung
Zeige Konflikte ehrlich, ohne Schuld zu verteilen. Statt Fingerzeig: neugierige Fragen, einfühlsame Reflexionen und konkrete, realistische Schritte. Das öffnet Herzen, baut Abwehr ab und fördert Dialog mit Leserinnen und Lesern.
Emotion und Evidenz balancieren
Verbinde persönliche Gefühle mit überprüfbaren Informationen. Ein kurzer Moment der Frustration an der Kasse neben nüchternen Zahlen zum Verpackungsaufkommen wirkt glaubwürdig. Bitte deine Community, Faktenquellen zu teilen und weiterzudenken.
Stimme, Perspektive und Ton
Schreibe aus der Ich-Perspektive, um Zweifel, Freude und Lernmomente spürbar zu machen. Vermeide Besserwisserei, lade zu Experimenten ein. Frage deine Leserinnen und Leser, welche Hürden sie erleben und welche Stimme ihnen Mut macht.
Beschreibe das Klicken von Gläsern, den Duft frisch gemahlener Haferflocken, das Rascheln von Baumwollbeuteln. Solche Details verankern Werte in Erlebnissen. Bitte Leserinnen und Leser, ihre Lieblingsläden kurz zu schildern.
Zuhause als Bühne des Wandels
Zeige kleine Orte der Veränderung: die Spüle mit fester Seife, das Regal mit langlebigen Behältern, den Kompost, der nach Wald riecht. Frage dein Publikum, welches Detail bei ihnen den größten Unterschied macht.
Reisen und Übergänge
Erzähle von Momenten unterwegs: die wiederbefüllte Flasche am Bahnhof, der Nein-danke-Moment beim Coffee-to-go. Bitte um Tipps aus der Community, wie Reisen ohne Müll stressärmer gelingt.
Fragen, die Türen öffnen
Stelle offene Fragen: Was hat dich überrascht? Wo war es schwer? Welche Hilfe hättest du gebraucht? So entstehen Details, die Leserinnen mitfühlen lassen. Bitte um Vorschläge für weitere Fragen aus der Community.
Kontext und Einverständnis
Hole Einverständnis für Zitate und Fotos ein. Prüfe, ob Zitate korrekt wiedergegeben sind. Erkläre, warum eine Aussage bedeutsam ist. Lade Interviewpartner ein, Kommentare zu lesen und Ergänzungen zu posten.
Vielstimmigkeit sichtbar machen
Zeige Stimmen aus unterschiedlichen Lebenslagen: Azubis, Großeltern, Alleinerziehende, Studierende. So wird Zero Waste gerechter erzählt. Bitte Leserinnen und Leser, Personen vorzuschlagen, deren Perspektiven fehlen.
Visuelles Storytelling: Bilder, Clips, Layout
Zeige seriell dieselbe Situation vor und nach einer Umstellung, etwa Badschrank oder Kühlschrank. Fokussiere auf Klarheit statt Perfektion. Frage deine Community, welche visuellen Vergleiche ihnen am meisten helfen.
Visuelles Storytelling: Bilder, Clips, Layout
Nutze Bildreihen: drei Schritte, ein Ergebnis. Kurze Clips mit Untertiteln, damit sie leise konsumierbar sind. Bitte um Feedback, welche Formate das Lernen erleichtern, und sammle Vorschläge für neue Tutorials.
Handlungsaufrufe, Rituale und Community-Building
Bitte um eine kleine Handlung bis morgen: eine Box im Rucksack, ein Nein-Satz üben, ein Reparaturtermin buchen. Lade ein, Ergebnisse zu kommentieren und voneinander zu lernen.
Ethik, Barrieren und Zugänglichkeit
Sprich offen über Mehrkosten, Anfahrtswege zu Unverpacktläden und begrenzten Stauraum. Biete Alternativen und schlage Kompromisse vor. Bitte Leserinnen, ihre Rahmenbedingungen zu teilen, damit Tipps realistischer werden.
Ethik, Barrieren und Zugänglichkeit
Vermeide exklusive Begriffe und moralische Superlative. Schreibe inklusiv, wertschätzend und lösungsorientiert. Bitte um Hinweise, wenn Formulierungen ausgrenzen, und korrigiere transparent im nächsten Beitrag.